2014 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 2.400 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 40 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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Rückblick – Sonderzug Stahlstadtexpress, die letzte Ehre für Hauptdarstellerin Diesellok 218 447-1

Braunschweig, Peine, Salzgitter, 25.05.2014

Zum baldigen –AUS– für lokbespannte Personenzüge in der Region 38 erleben 300 Fahrgäste nebst 100 Fotografen und Schaulustigen an einem herrlichen Sonnentag, eine in der Form nicht wiederkehrende Abschiedsfahrt im Regional-Express zwischen Natur und Industrie, wo seit langer Zeit kein Personenzug mehr gefahren ist. Und damit nicht genug, vom Schienennetz aus ergeben sich außergewöhnliche Einblicke in Natur und Industrielandschaften der Region 38.

Seilbahnberg

Der Sonderzug Stahlstadtexpress zwischen Broistedt und Lebenstedt. Im Hintergrund ist der Seilbahnberg von Lengede zu sehen.

Der verspätete Rückblick hat einen speziellen Hintergrund – einen Monat nach der Sonderfahrt läuft für die Hauptdarstellerin- Diesellok 218 447-1 am Donnerstag den 26.06.2014 die Revisionszeit ab. Das heißt die Lok müsste eine neue Hauptuntersuchung bekommen, jedoch werden die erheblichen Kosten für die im Jahr 1977 im AW Nürnberg zugelassene Maschine wohl eher nicht mehr ausgegeben, was aus betriebswirtschaftlicher Sicht verständlich ist!

Bis zum 10.06.2014 befand sich 218 447-1 im Planeinsatz – an ihrem letzten Arbeitstag hat Sie mit den Zugnummern 14061, 14064, 14067, 14070 zwei Zugpaare zwischen Hannover Hbf und Bad Harzburg gefahren. Ihre letzte Leistung war Zugnummer 14853 von Hannover Hbf ab 17:13 Uhr nach Braunschweig Hbf an 18:05 Uhr – und ist seitdem schadhaft abgestellt.

Der Sonderzug „Stahlstadtexpress“ war somit die letzte Ehre für Diesellok 218 447-1, welche nach dem Ende Ihrer Revisionszeit zum „Alteisen“ zählt – falls Sie nicht von einem Eisenbahnverein, oder einer Stiftung gerettet wird.

Das Kerngeschäft der Braunschweiger 218 bildet der Regionalverkehr zwischen Hannover, Goslar und Bad Harzburg. Mit der Abgabe dieser Leistungen an Erixx ab Dezember 2014 wird die Baureihe 218 ihre Daseinsberechtigung verlieren – die singenden und pfeifenden Turbolader der 218 verstummen in der Region 38!

So wie es Diesellok 218 447-1 ergeht, wird es mit der Baureihe 218 rapide abwärts gehen. Selbst dem bekannte SyltShuttle von Niebüll nach Sylt, der durch fehlende Oberleitung zur Zeit noch mit der Baureihe 218 in Doppeltraktion gefahren wird, stehen heute schon neue Fahrzeuge in der Erprobung gegenüber.

Natürlich soll auf neue Technik vorausgeschaut werden, aber sollte nicht auch dankend zurückschaut werden? In diesem Sinn: „Vielen Dank 218 447-1“

Bilder und Videos der Sonderfahrt sind auf folgender Webseite hinterlegt: www.bahn-nostalgie-reisen.de

Ihr und Euer Nostalgiefreund Jürgen Elsholz

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Fahrzeugportrait von Diesellok 218 447-1, die 37 Jahre mit 6 Millionen Kilometerleistung tagein, tagaus, Arbeiter, Schüler, Urlauber und Verliebte auf Ihrem alltäglichen Weg begleitet hat.

  • 20.06.1977 – Abnahme der Lok durch das AW Nürnberg
  • Kempten vom 21.06.1977 bis 09.01.2001
  • Stendal vom 10.01.2001 bis 09.06.2001
  • Halberstadt vom 10.06.2001 bis 30.06.2003
  • Stendal vom 01.07.2003 bis 31.01.2004
  • Braunschweig vom 01.02.2004 bis heute

Hersteller: Henschel

Motor: 12 V 956 TB 11 abgasoptimiert (MTU-Motor) – 2.800 PS

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„Ahoi – Willkommen an Bord“ im Rückblick betrachtet!

03. Oktober 2013

Man nehme ein Fahrgastschiff, eine interessante Landschaft, einige Cocktail – und die gute Laune der Gäste ist vorprogrammiert.

„Ahoi und Leinen los“   hieß es zum Tag der Deutschen Einheit!

Bahn Nostalgie Reisen wechselt von der Schiene auf das Wasser –
Stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel sagten sich im „Goldenen Oktober“ über 200 Fahrgäste auf dem ehemaligen Fahrgastschiff „MS Brunswik“, welches an drei Tagen die Wasserstrassen im schönen Vorharz kreuzte.

Das ehemalige Fahrgastschiff "MS Brunswik" besucht den Zweigkanal von Salzgitter

Das ehemalige Fahrgastschiff „MS Brunswik“ besucht den Zweigkanal von Salzgitter

Der Grundgedanke zur angebotenen Schifffahrt war im Binnenhafen von Salzgitter die Silhouette der Stahlwerke Salzgitter zu erleben – Rauchende Schlote, Lichter die sich im Wasser spiegeln, schallende, quietschenden und hämmernden Geräusche einer großen Stahlwerkkulisse!
Aber Pustekuchen – das Tor zu dieser eindrucksvollen Kulisse war durch Reparaturarbeiten an der Schleuse Üfingen versperrt – Das zur Verfügung stehende Schleusentor war einfach zu niedrig für das Fahrgastschiff!

Nichtsdestotrotz war der Organisator der Veranstaltung über das weitere Interesse der Fahrgäste an dem nun veränderten Ein- und Ausstieg an der Schleuse Wedtlenstedt sehr erfreut.
In Wedtlenstedt endete die Fahrt am 3. Oktober zur Deutsch – Deutschen Geschichte- und von hier wurde am 5. Oktober zu einer imposanten Schleusenfahrt, einer Hafenrundfahrt in Braunschweig- und einer Erinnerungsfahrt zur Waldgaststätte Sophienruh abgelegt.
Am 6. Oktober hieß es ab Braunschweig Leinen los, „Herzlich Willkommen an Bord zum Tanztee mit den Braunschweiger Burgsängern“.

Mit voller Kraft und seinem umfangreichen Wissen unterstützte der ehemalige Schiffsführer Manfred Märländer vom legendären Lastrohrfloß mit dem Namen „Westphalfloß, später Wintrans 50“ die Fahrten auf dem Mittellandkanal und Stichkanal von Salzgitter.
Walter Wimmer, Nabu-Regionalgeschäftsführer Südostniedersachsen (Harz) berichtete zur Natur, speziell der Wasserwelt.
Heimatpfleger Horst Helms aus Beddingen gab in der Organisationszeit zu den Fahrten zahlreiche Information rund um den Standort „Hafen Beddingen“.

Im Oktober hat uns das Fahrgastschiff ungewohnte Perspektiven von Natur und Industrielandschaften unserer Region gezeigt – Dank dafür und komm bald wieder!

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> Glühweinexpress… „Dampf über dem Ambergau“

31. Dezember 2012

Der Ambergau liegt vor den Toren der Stadt Salzgitter, zwischen Seesen und Hildesheim.

„Glühwein ist leider ausverkauft“   hieß es am 30. Dezember 2012

Uns fehlen die Worte für solch ein grosses Interesse an der Sonderfahrt „Glühweinexpress… Dampf… und der Ambergau“    –   Vielen Dank dafür an die Fahrgäste vom Dampfsonderzug!

30. Dezember 2012 "Pulver... Dampf... und der Ambergau" mit Dampflok 89 7513 - Bildautor Holger Dudei

30. Dezember 2012 „Pulver… Dampf… und der Ambergau“ mit Dampflok 89 7513 – Bildautor Holger Dudei

Zitat aus einer E-Mail bezüglich der Dampfsonderzugfahrt am 30. Dezember 2012:
Ich fand die Veranstaltung gestern klasse. So einen Menschenauflauf wünscht sich manche Museumseisenbahn!

Bildervideo zur Eisenbahnromantik im Ambergau –
Die folgenden Bild-Autoren seien an dieser Stelle mit einem herzlichen Dank namentlich genannt:: > Sören Peters > Jens Emmermann > Nils Bertow > Holger Dudei > Wilfried Hanelt  –  Gemagebühren zum Video sind pauschal entrichtet!
Zur größeren Ansicht klicken Sie Bitte im Video auf „YouTube“ unten rechts.

Die nun folgenden Bilder schildern die Sonderfahrt…, viele Worte sind dazu fehl am Platz!

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> Zeitreise in die Deutsch-Deutsche Geschichte“

07. September 2011

„Spezielles Angebot für Reisegruppen

Der Ostfalen-Courier…, die Straße der Romanik…, die Deutsch-Deutsche Geschichte- und eine unberührte Natur zwischen Braunschweig und Magdeburg bietet unsere exklusive Tagesfahrt, kombiniert mit Bus und Sonderzug in das Allertal-Weferlingen und Schloss-Altenhausen für eine Reisegruppe aus Salzgitter.

Ankunft auf dem Burgplatz von Weferlingen

Am Mittwoch den 07. September 2011 fährt die Reisegruppe der Stadt Salzgitter mit zwei KVG-Bussen in das Allertal-Weferlingen.
Weferlingen lag zur Zeit der „Deutschen Demokratischen Republik“ (DDR)  im Sperrgebiet und war nur schwer zugänglich, dieses… und die historische Geschichte der Burgruine- nebst dem Apothekenmuseum bekommen 80 interessierte Senioren aus Salzgitter vom „Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach Bayreuth“ erläutert. Der Markgraf lebte natürlich im 17. Jahrhundert…, der Bürgerverein von Weferlingen stellte den Markgrafen jedoch identisch für die Reisenden aus Salzgitter dar!

Nach dem Mittagessen, -Soljanka mit Baguette- passend zur Deutsch/Deutschen Geschichte führt ein kurzer Spaziergang die Reisenden zum ehemaligen Staatsbahnhof von Weferlingen, von wo der nostalgische Triebwagen –Anton- das Allertal verläßt und über den Flechtinger Höhenzug zum Schloss Altenhausen fährt.
Die Gästeführung der Deuregio Ostfalen e.V., die auch den ehemaligen Grenzübergang Marienborn betreut, begleitet den Sonderzug von Weferlingen nach Altenhausen mit zahlreichen Informationen zur Region.

Die Salzgitter-Zeitung berichtet am 13. September 2011

Auf Schloss-Altenhausen werden die Reisenden aus Salzgitter vom Schlossherren zum Kaffeegedeck im Rittersaal…, Schlossbesichtigung- und Pferdekutschfahrt empfangen.

Der Ponyhof Schloss Altenhausen beherbergt im Schlossgestüt ca. 200 Pferde die sich auch auf Ihren Besuch freuen!
Eine Veranstaltung für Alt und Jung, eine Veranstaltung für Jedermann!

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> Charterfahrt für das Musiktheater „Bahnhof Leinhausen“

22.09.2011

Unsere nostalgische Reiseroute:
Messebahnhof-Hannover – Musiktheater Bahnhof Leinhausen- und zu früher Morgenstunde zurück zum Messebahnhof.

Messebahnhof Hannover kurz vor der Abfahrt

Die Landeshauptstadt von Niedersachsen… „Hannover“ bietet eine sehr interessante Event-Location mit dem Musiktheater „Bahnhof Leinhausen“.
In derem Auftrag beförderte der Groß-Diesel-Triebwagen der Bruchhausen Vilsener Museumseisenbahn Messegäste vom Messebahnhof Hannover zu einem abwechslungsreichen Showprogramm im Musiktheater.
Sektempfang vor dem historischen Triebwagen- und eine Theaterinszenierung im Triebwagen stimmten das Publikum auf einen wunderschönen Abend ein.

Der Anfang des letzten Jahrhunderts erbaute- und heute denkmalgeschützte Bahnhof Hannover-Leinhausen wurde mit sehr viel Liebe zum Detail in eine einzigartige Event-Location umgebaut.
Neben der Restaurierung historischer Bahnhofselemente aus der Zeit der „Königlichen Eisenbahn Direktion Hannover“ wurden 2 moderne Ränge in Stahlbaukonstruktion in die 10 Meter hohe Halle integriert. Durch die stilvolle Kombination alter und neuer Elemente ist ein atemberaubendes Flair entstanden.

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> Pressemitteilung Peiner Nachrichten

12.05.2012
Von Bernd Stobäus / Peiner Nachrichten

Stahlstadtexpress auf nostalgischer Zeitreise nach Peine.
Peine – Dieses Knattern kannte damals fast jedes Kind. Man musste ihn nicht sehen, es reichte, seine Fahrgeräusche zu hören: Der knallrote Stahlstadtexpress zwischen Peine und Ilsede.

Einfahrt Ilsede / Foto Bernd Stobäus

So liebevoll hieß dieser Zug der ehemaligen Peine-Ilseder-Eisenbahn. Jetzt war eines der letzten Exemplare dieses Schienenbusses im Landkreis Peine auf einer Industrie-Nostalgiereise unterwegs.Mehr als 200 Gäste genossen zwei Fahrten auf dem historischen Netz der Peine-Ilsede-Eisenbahn (PIE) zwischen Peine und Ilsede in einem Schienenbus, der dem ehemaligen Stahlstadtexpress bis auf die Bemalung geradezu baugleich ist. Früher konnte man die rote Farbe des Busses, der meist aus zwei Fahrzeugen bestand, schon von weitem erkennen. Jetzt begrüßte die Bahn Fahrgäste und erstaunte Schaulustige mit einem dezenten Weiß mit orangenen und dunkelblauen Streifen .

Vor seiner Fahrt zwischen Ilsede und Peine hatte der MAN-Schienenbus des Vereins Osnig-Bahn seine Gäste über die Streckennetze der ehemaligen Salzgitter Verkehrsbetriebe und der Eisenbahn Groß Ilsede-Broistedt geführt. Jürgen Elsholz, Organisator der Industrie-Reise: „Es geht aber nicht nur um eine Bahnfahrt an sich. Wir möchten die Geschichte dieser Region wieder ins Gedächtnis rufen.“ Vorbei ziehen ehemalige Erzlagerstätten, alte und neue Industrieanlagen, Naturlandschaften. „Eine Umgebung, aus der sich unsere Zukunft entwickelt“, so Elsholz.

Das berühmte „Knattern“ kommt schnell näher

An diesem Reisetag trifft der alte Schienenbus gegen Mittag in Groß Ilsede ein. Die alte Bahnschranke in der Mitte der Ortschaft senkt sich gemächlich. Es ist viertel vor zwölf. Fast scheint es, als würden vergangene Zeiten zurückkehren. Wie mit einem freundlichen Lächeln aus zwei Scheinwerfern taucht der Stahlstadtexpress im Hintergrund aus den Baumreihen auf. Zunächst erscheint er noch lautlos. Doch dann kommt das berühmte „Knattern“ schnell näher. Der Doppeltriebwagen rauscht rasant über den Bahnübergang und hält kurz dahinter auf freiem Feld. Viele Passanten drehen erstaunt und vergnügt die Köpfe – ein solcher Triebwagen war schon lange nicht mehr zu sehen. Vielen ist er sogar noch nie zu Gesicht gekommen.

Zügig verlassen dann die Fahrgäste den Wagen am nahen Feldrand. „Wir haben ein satte halbe Stunde Verspätung“, mahnt Elsholz. Doch das ist für die Fahrgäste kein Grund, ärgerlich zu sein. Ganz im Gegenteil, es herrscht beste Laune. „Die Verspätung nehmen wir gern in Kauf“, sagt Jürgen Pape. Der Mittsechziger hat mit seinem etwas älteren Bruder Friedhelm die Fahrt unternommen. „Für uns ist das Nostalgie pur“, erklärt der auch prompt. So eine Fahrt sei wie eine Reise in die Vergangenheit. „Wir denken gern daran zurück, wie wir in unserer Jugend mit einem ähnlichen Bus viele Male von Groß Ilsede aus in die Stadt gefahren sind“, fährt Bruder Jürgen fort. Die jetzige Fahrt sei eine schöne Gelegenheit für die Geschwister, wieder einmal etwas gemeinsam zu unternehmen und in Gedanken an früher zu schwelgen.

Die Gäste erfreuen sich am Anblick der bunten Wagen

Viele andere Fahrgäste allerdings können nicht auf solche Erinnerungen zurückgreifen. Aber sie sind Eisenbahn-Fans und erfreuen sich allein am Anblick der weiß-blau-orangenen Wagen. Nachdem sie den Zug in Ilsede verlassen haben, nutzen sie kleine Erhebungen neben dem Acker, um ein Foto von dem Schmuckstück aus etwas höherer Perspektive zu erhaschen. „Eine Augenweide“, hört man einen Fotografen murmeln. „Bitte gehen Sie doch einmal alle vom Zug weg, damit wir nur von ihm allein ein Bild machen können“, heißt es da.

Während die Fotoapparate munter klicken, sind die meisten der anderen Fahrgäste bereits bei einem kleinen Abstecher auf dem Hüttengelände unterwegs. Aber aus der ursprünglich vorgesehenen umfangreichen Führung wird nichts. „Wir müssen pünktlich in Peine ankommen“ erinnert Elsholz. Für ein paar Schritte und ein Erinnerungsfoto ist jedoch allemal Zeit. Die Gruppe geht vor einem historischen Eisenbahnwagen in Stellung, in dem flüssiges Eisen transportiert wurde. Dann laufen die Fahrgäste zurück zum Zug und weiter geht es in Richtung Peine.

„Eisenbahn-Nostalgie heißt aber nicht nur in Erinnerungen schwelgen“, meint Hans-Jürgen Korn vom Verein Osnig-Bahn. „Es heißt auch gute Laune und Geselligkeit.“ Mit zehn Vereinsmitgliedern sorgt er dafür, dass die Fahrt reibungslos funktioniert. Alles läuft ab wie ein Uhrwerk, jeder weiß Bescheid. Pünktlich zu jedem Halt zum Beispiel werden vor den Bahntüren die kleinen Ausstiegsbänkchen ausgestellt.

Im Zug deutet Korn auf die voll besetzten Plätze. Dort prosten sich Fahrgäste in bester Laune zu. Hier ein Bierchen, dort ein Sekt, hier ein kleiner Imbiss bei einer munteren Plauderei. „Wie ist die Stimmung“, fragt Korn in den Zug. „Super“, kommt es einstimmig aus vielen munteren Kehlen.

Im Hintergrund gibt es aus Lautsprechern immer wieder Informationen über die vorbeiziehende Landschaft und Sehenswürdigkeiten. Wer möchte, kann sich von Marcus Kühn persönlich ausführlich erklären lassen, wie ein alter Stahlstadtexpress gefahren wird. Kühn ist Zugführer, hat auch eine Zusatzausbildung für den Schienenbus gemacht. Eine große Überraschung gibt es, als auf einmal ein Mitreisender in Uniform auftaucht. „Sollte hier etwa kontrolliert werden?“ Weit gefehlt! Hier ist Ulrich Twardowski unterwegs, der früher bei der polnischen Staatsbahn gearbeitet hat. „Ich mache häufig solche Reisen in meiner Uniform. Es ist ein Hobby“, erklärt er erfreut. So unterwegs war er schon um den halben Globus, in Kanada oder den USA zum Beispiel.

Viel Zeit bleibt allerdings nicht für lange Gespräche: In wenigen Minuten hat der Zug seinen Weg gemacht zwischen Groß Ilsede und Peine. Auf dem Bahnhof dann steigen noch einmal Gäste zu und freuen sich auf die zweite Reise über das Schienennetz der ehemaligen Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter am anschließenden Nachmittag.

Ende 1969 fuhr der Zug seine letzte Strecke

Der MAN-Schienenbus war auf seinen beiden Nostalgie-Fahrten auf der ehemaligen Strecke der Peine-Ilseder Eisenbahn unterwegs, die heutzutage nur noch selten befahren wird.

Der echte Stahlstadtexpress wurde seit Sommer 1957 auf der sieben Kilometer langen Strecke der PIE vom Bahnhof Peine nach Ilsede eingesetzt. Das Ende des Personentransportes erfolgte bereits gut zwölf Jahre später im Jahr 1969.

Die Fahrzeuge, die bei der Industriereise im Einsatz waren, wurden ursprünglich für den Nebenbahnverkehr der Mittelbadischen Eisenbahnen gebaut. Dort war der Zug sogar bis 2009 im Einsatz. Der Verein Osnig-Bahn erwarb die Fahrzeuge im Februar 2011 und restaurierte sie in mühevoller Kleinarbeit. Die Bahn besteht aus einem Motor- und einem Steuerwagen.

>> Pressemitteilung Peiner Nachrichten

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